v.l.n.r.: J.Glöckl-Frohnholzer, Geschäftsführer Breitband Ortenau; A.Baum, Geschäftsführer BAUM Hoch-, Tief- und Straßenbau GmbH; R.Scharfe, Leiter Glasfaser-Kooperationen Vodafone; S.Armbruster, Bürgermeister-Stellvertreterin Biberach; B.Eisele, Bürgermeister Steinach; M.Aßmuth, Bürgermeister Hofstetten; T.Erny, Landrat des Ortenaukreises; F.Mach, Projektträger aconium; K.Manthey, Referentin Breitbandförderung, Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg; M.Großer, Dezernent Ländlicher Raum LRA Ortenaukreis; P.Clever, Bürgermeister Berghaupten; Reichenbacher Ortsvorsteher M.Späth, M.Armbruster, Ortsvorsteher Gengenbach-Bermersbach; T.Schneider, Bürgermeister Fischerbach Foto: Michael Bode

[11.07.2026]
Kinzigtal. Der Glasfaserausbau im Kinzigtal kommt voran: Rund 450 bislang unterversorgte Gebäude in Gengenbach, Berghaupten, Biberach, Steinach, Fischerbach, Hofstetten und Hausach können nun an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen werden. Voraussetzung dafür war die Fertigstellung und Inbetriebnahme des sogenannten Backbones, der das digitale Rückgrat des Netzes bildet.

Über den aktuellen Stand informierten Landrat Thorsten Erny, Vertreter der Breitband Ortenau GmbH & Co. KG, der Vodafone GmbH sowie weitere Projektbeteiligte am 9. Juli, bei einem gemeinsamen Anschaltevent in Gengenbach. Vodafone nimmt die Anschlüsse bereits seit April 2026 schrittweise in Betrieb.

„Für viele Haushalte und Betriebe im Kinzigtal ist das ein sehr konkreter Fortschritt“, sagte Landrat Thorsten Erny. „Wo schnelles Internet bisher nicht selbstverständlich war, entsteht jetzt Anschluss an eine moderne digitale Infrastruktur.“

In den beteiligten Kommunen wurden rund 17 km Backbone-Infrastruktur sowie mehr als 51 km neue Glasfasertrassen gebaut. Davon profitieren Privathaushalte ebenso wie Industrie- und Gewerbebetriebe, die bislang mit weniger als 30 Megabit pro Sekunde versorgt waren.

Der Backbone verbindet die örtlichen Glasfaserleitungen mit dem überregionalen Telekommunikationsnetz. Erst durch diese zentrale Infrastruktur können die neu errichteten Hausanschlüsse schrittweise aktiviert und mit schnellen Internetdiensten versorgt werden.

„Die Inbetriebnahme dieser Infrastruktur ist ein bedeutender Erfolg für alle beteiligten Kommunen“, erklärte Josef Glöckl-Frohnholzer, Geschäftsführer der Breitband Ortenau. „Gemeinsam mit unseren Partnern schaffen wir Schritt für Schritt die Voraussetzungen für eine flächendeckende Glasfaserversorgung in der Ortenau.“

Auch Vodafone sieht in der Freischaltung der ersten Anschlüsse einen wichtigen Meilenstein. „Die Anschaltung erster Kundenanschlüsse ist für uns ein ganz besonderer Zeitpunkt. Denn erstmals können Anwohnerinnen und Anwohner im Kinzigtal erleben, wie sich Highspeed-Internet über Glasfaser anfühlt“, erklärte Rolf-Peter Scharfe, Leiter Glasfaserkooperationen bei Vodafone Deutschland.

Der Ausbau ist Teil der Gigabit-Strategie der Breitband Ortenau. Sie kombiniert staatlich geförderte Projekte mit dem eigenwirtschaftlichen Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen. Ziel ist es, möglichst alle bislang unterversorgten Gebäude im Landkreis mit Glasfaser zu erschließen.

Der Glasfaserausbau gilt als größtes Infrastrukturprojekt in der Geschichte des Ortenaukreises. In den kommenden Jahren sollen rund 121.200 Gebäude an das Netz angeschlossen werden. Derzeit liegt die sogenannte Homes-Passed-Quote bei 52 Prozent. Damit befindet sich bei mehr als der Hälfte aller Gebäude bereits ein Glasfaserkabel in der Straße, sodass ein Anschluss technisch kurzfristig möglich wäre.

Bis 2027 soll diese Quote auf 70 Prozent steigen. Der vollständige Ausbau aller bislang unterversorgten Gebäude soll bis 2031 abgeschlossen sein.

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