T.Erny, Landrat des Ortenaukreises (1. v. l.), und R.Giebenrath, Kreisvorsitzender der Europa-Union Ortenau (2. v. l.). In der letzten Reihe neben R.Giebenrath stehen E.Herzog (Junge Europäische Föderalisten e. V.), Y.Bury (MdB und Vorsitzender des Europa-Union-Kreisverbands Emmendingen), J.Fechner (MdB), K.Merkel (MdL), M.Seifert (MdL), U.Roth (stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Würth), B.Mettenleiter (MdL) sowie S.Schubert (Geschäftsführer des Europa-Zentrums Baden-Württemberg). Foto: Laura Kirschniok/LRA

[18.06.2026]
Ortenau. Europa ist für viele junge Menschen weit mehr als ein politisches Projekt. Es steht für Rechte, Respekt, Vielfalt und die Frage, wie Zusammenleben in einer offenen Gesellschaft gelingen kann. Genau damit haben sich Schüler aus dem Ortenaukreis beim 73. Europäischen Wettbewerb auseinandergesetzt – kreativ, kritisch und mit bemerkenswerter Ernsthaftigkeit.

Unter dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“ reichten sie Gemälde, Songs, Gedichte, Kurzfilme und weitere Arbeiten ein. Nun wurden 385 Teilnehmer aus der Ortenau für ihre Beiträge ausgezeichnet.

„Die vielen kreativen Beiträge zeigen, dass sich junge Menschen intensiv mit den Werten auseinandersetzen, die Europa zusammenhalten. Der Europäische Wettbewerb gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Gedanken und Ideen einzubringen und sich aktiv mit der Zukunft Europas zu beschäftigen“, so Landrat Thorsten Erny.

Menschenrechte, Gleichberechtigung, Demokratie und Zusammenhalt standen im Mittelpunkt vieler Beiträge. Dabei ging es nicht nur um abstrakte Begriffe, sondern um konkrete Fragen des Miteinanders: Wie respektvoll ist unsere Gesellschaft? Wo werden Rechte geschützt – und wo geraten sie unter Druck? Welche Verantwortung trägt jeder Einzelne für Europas Zukunft?

Insgesamt beteiligten sich mehr als 1.200 Schüler aus dem Ortenaukreis und dem Landkreis Emmendingen am Wettbewerb. Besonders stark schnitten die Teilnehmer aus der Ortenau ab: 385 junge Menschen wurden ausgezeichnet, darunter 292 mit einem Ortspreis, 67 mit einem Landespreis und 26 auf Bundesebene.

Die Auszeichnungen überreichten Landrat Thorsten Erny und Emmendingens Landrat Hanno Hurth. Begleitet wurde die Veranstaltung von zahlreichen Lehrern sowie Gästen aus Politik, Institutionen, Gremien und der Europa-Union.

Der Europäische Wettbewerb gilt als Deutschlands ältester Schülerwettbewerb und gehört zu den renommiertesten Initiativen zur europapolitischen Bildung. Seit seiner Gründung im Jahr 1953 lädt er junge Menschen dazu ein, sich kreativ mit aktuellen europäischen Fragen auseinanderzusetzen und eigene Vorstellungen für die Zukunft Europas zu entwickeln. Bundesweit beteiligen sich jährlich rund 85.000 Schüler aus etwa 1.300 Schulen.

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