Für Frauen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, entsteht in Offenburg ein neues Unterstützungsangebot: Eine Selbsthilfegruppe soll Betroffenen ab 18 Jahren einen geschützten Rahmen bieten, um sich auszutauschen, gegenseitig zu stärken und Wege im Umgang mit den Folgen von Traumatisierungen zu finden.

Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) können als Stressreaktion nach schweren Erlebnissen entstehen. Bei komplexen Posttraumatischen Belastungsstörungen (kPTBS) gehen ihnen meist wiederholte oder langanhaltende Traumatisierungen voraus – etwa Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung. Die Folgen reichen häufig von Angstzuständen und Flashbacks über Schlafstörungen bis hin zu Schwierigkeiten im Umgang mit Emotionen und zwischenmenschlichen Beziehungen.

Gerade das Gefühl, mit solchen Erfahrungen allein zu sein, belastet viele Betroffene zusätzlich. Die neue Gruppe will hier ansetzen. „Viele Betroffene erleben dabei das Gefühl, mit ihren Erfahrungen und deren Auswirkungen allein zu sein. Genau hier soll die neue Selbsthilfegruppe ansetzen: Sie soll Frauen ab 18 Jahren einen vertraulichen, geschützten Raum für Austausch und gegenseitige Unterstützung bieten – sowohl für Frauen, die sich bereits in therapeutischer Behandlung befinden, als auch für solche, die noch keinen Therapieplatz haben“, so die Initiatorin der Gruppe.

Begleitet wird die Gründung von der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen. Dort sieht man in dem Angebot eine wichtige Ergänzung für betroffene Frauen. „Selbsthilfegruppen können helfen, sich weniger isoliert zu fühlen. Sie geben die Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen, Verständnis zu erleben und gemeinsam Wege im Umgang mit Traumafolgen zu finden”, erklärt Elisa Weber von der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen.

Interessierte Frauen können sich unter Telefon 0781 805 9771 oder per E-Mail an selbsthilfe@ortenaukreis.de bei der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen melden.

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