
[18.03.2026]
Offenburg. Das Landratsamt Ortenaukreis hat dem Europa-Park die wasserrechtliche Erlaubnis erteilt, jährlich bis zu 3.645.000 Kubikmeter Grundwasser aus 18 bestehenden Tiefbrunnen auf dem Parkgelände in Rust zu entnehmen. Dem Bescheid war ein umfangreiches Zulassungsverfahren vorausgegangen, in dem zahlreiche Stellungnahmen von Fachbehörden und Umweltvereinigungen geprüft, bewertet und gegeneinander abgewogen wurden.
Nach Angaben des Landratsamts ist das Verfahren nun nach mehreren Jahren abgeschlossen. „Das Zulassungsverfahren für die Grundwasserentnahmen des Europa-Parks ist nach fünf Jahren abgeschlossen. Wir haben die Entscheidung auf Grundlage einer sorgfältigen fachlichen Prüfung getroffen. Um die Auswirkungen auf den Grundwasserhaushalt belastbar bewerten zu können, wurde dafür unter anderem ein großflächiges Grundwassermodell erstellt“, sagt Dr. Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter und zuständiger Dezernent.
Mit der jetzt erteilten Erlaubnis werden sämtliche bereits vorhandenen Grundwasserentnahmen des Europa-Park auf dem Parkgelände in einer Genehmigung gebündelt.
Das aus den 18 Tiefbrunnen geförderte Grundwasser wird im Europa-Park für unterschiedliche Zwecke genutzt: Es dient dem Betrieb von Attraktionen und der Bewässerung von Grünanlagen. Rund zwei Drittel der entnommenen Wassermenge werden nach Angaben des Landratsamts für den Betrieb umweltfreundlicher Grundwasserwärmepumpen eingesetzt, die der Gebäudeheizung und Gebäudeklimatisierung dienen.
Ein erheblicher Teil des Wassers gelangt zudem wieder in den Kreislauf zurück. So werden rund 2,8 Millionen Kubikmeter des entnommenen Grundwassers über Rückgabebrunnen oder durch die Einleitung in oberirdische Gewässer unmittelbar wieder zugeführt.
Der Europa-Park verfolgt darüber hinaus das Ziel, in den kommenden Jahren zusätzliche Rückgabebrunnen zu errichten. Auf diese Weise soll möglichst viel Grundwasser wieder direkt dem Grundwasserkörper zugeführt werden.




