Die Fasnachtswoche ist vorbei, die Konfetti-Spuren werden langsam aus den Pflasterfugen gekratzt – und das Polizeipräsidium Offenburg zieht Bilanz. Das Fazit fällt insgesamt positiv aus. Auch wenn die ganz großen Schlagzeilen ausblieben, war der öffentliche Raum in den närrischen Tagen nicht immer nur Bühne für Schunkeln und Schnitzelbank. Die Polizei registrierte Körperverletzungen, Streitigkeiten und weitere Auseinandersetzungen. Ein wiederkehrender Mitspieler in diesen Szenen: übermäßiger Alkoholkonsum.
Besonders bemerkenswert (und in seiner Absurdität durchaus fasnachtstauglich) war ein Vorfall am Samstagabend in Biberach: Ein 29-jähriger Mann geriet in eine derart emotionale Ausnahmesituation, dass er letztlich zu seinem eigenen Schutz und zur Verhinderung von Ordnungsstörungen eine Nacht im polizeilichen Gewahrsam verbrachte. Anlass des Gefühlschaos war mutmaßlich unter anderem, dass nicht nur Männer ihre Notdurft auf der Herrentoilette verrichteten.
Neben dem Geschehen in den Innenstädten und auf Festplätzen der Ortenau nahm die Polizei auch den Straßenverkehr in den Blick. Zahlreiche Fahrzeugführer wurden kontrolliert, einige von ihnen hatten Alkohol oder Drogen konsumiert. In diesen Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt.
Polizeipräsident Jürgen Rieger betonte: Wo die Polizei präsent war, wurden viele Streitereien schon im Ansatz erkannt – und oft gleich wieder beruhigt, bevor die Stimmung kippte. Außerdem waren die Einsatzkräfte nicht nur fürs Eingreifen da, sondern auch als Auskunftsschalter im Fasent-Trubel: Sie beantworteten Fragen, nahmen Fundsachen entgegen und halfen bei der Suche nach Kindern, die kurz verloren gingen. Die wichtigste Nachricht dabei: Alle Kinder kamen wohlbehalten wieder zu ihren Eltern zurück.





