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Wetterrückblick 2011 Drucken E-Mail

[08.01.2012]
Ein ungewöhnliches Wetterjahr fand vor wenigen Tagen seinen Abschluß. Lange Trockenphasen bestimmten vor allem im Frühjahr und Herbst lange Zeit die Witterung und hätte nicht der Dezember noch kräftig „nachgeschenkt“ wäre die Bilanz noch deutlich trockener ausgefallen. Letztlich fehlten aber immer noch 18 Prozent zum Niederschlagssoll.

 

 

Seit 50 Jahren werden in Wolfach die Sonnenstunden mit diesem Sonnenscheinautografen nach Campbell-Stokes gemessen. Lange Jahre wurde die Mess-Station am Vorstadtberg durch Raimund Heizmann betreut. Seit zehn Jahren ist das Gerät in der Obhut der Stern- und Wetterwarte Wolfach. Im letzten Jahr konnte nun ein neuer Sonnenscheinrekord gemeldet werden. Insgesamt wurden 1837,8 Sonnenstunden gezählt und damit der Rekord aus dem Jahre 2003 übertroffen.

 

Der November wurde der absolute „Trockenmonat“ des Jahres, ganze 3,1 Liter Niederschlag wurden gemessen und damit war dies neuer Rekord für diesen Monat,nur knapp wurde der absolute Trockenrekord aller Monate seit 1958 verfehlt, im Dezember 1963 fiel lediglich ein Liter Niederschlag. Sehr trocken waren aber auch Februar, März und April mit Defiziten von 56 bis 73 Prozent. Allein der Dezember fiel weit aus seiner Rolle, mit einem Gesamtniederschlag von 263,3 Liter/qm wurde das Soll um 121 Prozent übertroffen. Nur einmal, im Dezember 1981 fiel im letzen Monat des Jahres noch mehr Niederschlag. Etwas zu niederschlagsreich zeigten sich auch Januar, Juli und Oktober. Insgesamt wurden 164 Niederschlagstage gezählt, der langjährige Durchschnitt liegt bei 178 Tagen.  Die meisten Niederschlagstage wurden im Dezember mit 26 gezählt, die wenigsten im November mit sieben Tagen. Schneefall oder Schneeregen wurde an 16 Tagen beobachtet und eine geschlossene Schneedecke lag an 14 Tagen. Mit 23 Gewittertagen war das Jahr etwas gewitterreicher (um 5 Tage) als im langjährigen Durchschnitt.
Während Ende November ein neues Jahresminimum beim Niederschlag noch im Bereich des Möglichen lag, dann aber durch den Dezember schnell ad absurdum geführt wurde, konnte das Jahr 2011 beim Sonnenschein zwar äusserst knapp aber letztlich doch erfolgreich die Ziellinie vor dem bisher sonnigsten Jahr 2003 durchlaufen. Mit 1837,8 Sonnenstunden wurde eine gute Stunde mehr zusammengezählt als vor acht Jahren wo der Rekord auf 1836,6 Stunden festgeschrieben wurde. Im Gegensatz zu 2003, wo der Sommer die meisten Stunden zum Rekord beisteuerte, waren es im vergangenen Jahr hauptsächlich Frühling und Herbst, welche die Sonnenscheindauer hochtrieben. März, April und November wiesen prozentuale Überschüsse zwischen 72 und 90 Prozent zum Durchschnitt auf, lediglich der Juli blieb zehn Prozent unterm Soll und auch der Dezember zeigte sich mit einem Defizit von 29 Prozent sehr sonnenscheinarm.
In der Regel bedeutet viel sonniges auch warmes Wetter, was sich im letzten Jahr bestätigte. Allein der Juli tanzte aus der Reihe und war mit einem Temperaturdefizit von 1,8 Grad nicht nur der „Spielverderber“ des Sommers 2011, sondern auch der kälteste Juli seit 1980. Alle anderen Monate des Jahres zeigten sich gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 1961-1990 (derzeit gültige Klimaperiode) mehr oder weniger zu warm. Rekordhalter war der April mit einer Abweichung von 3,7 Grad, gefolgt vom Dezember mit 3,0 Grad Überschuss. Zusammen mit dem Frühling 2007 war der letztjährige Frühling um 2,7 Grad zu warm und damit auf der Pole-Position. Das gesamte Jahr 2011 war 1,5 Grad wärmer als im Durchschnitt und somit das bislang wärmste Jahr dieses noch relativ jungen Jahrhunderts.
Recht bescheiden war das Temperatur-Minimum des Jahres 2011, welches am Morgen des 4. Januars mit -8,8 Grad gemessen wurde, auch die höchste Temperatur von 33,2 Grad am 28. Juni lag deutlich unter dem Rekord von 1983. Insgesamt wurde an 62 Tagen die 25-Grad-Marke überschritten , normal sind 53 Tage. Über die 30-Grad-Marke ging es neun mal, durchschnittlich wären allerdings 12 Tage. In den Frostbereich fiel das Thermometer an 59 (+9) Tagen, wobei  acht (-3) Tage mit Dauerfrost gezählt wurden.
Als relativ windschwach kann das abgelaufene Jahr mit lediglich 28 Windtagen eingestuft werden, normalerweise weht an mehr als 40 Tagen der Wind mit Stärke 6. Allein 12 Windtage wurden im Dezember gezählt. An vier Tagen wurde mindestens Windstärke acht gemessen. Die höchste Windspitze wurde dabei bei einem Gewittersturm am 12. Juli mit 84 kmh gemessen, dabei wurden doch einige Bäume entwurzelt oder abgeknickt. Orkan Joachim brachte es am 16. Dezember dagegen nur auf 75 kmh.

 
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