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Wiederhören genialer Schnurren Drucken E-Mail

[03.12.2014]
Wolfach. (die). „Wir kommen wieder“ lautet eine der häufigsten Abschiedsworte, die Besucher der Sonderausstellung „S' goht degege – Hinter den Kulissen der Wolfacher Fasnet“ äußern. Immer wieder hören die Ausstellungsbetreuer vom Verein „Kultur im Schloss Wolfach“ nicht nur viel Lob für die Zusammenstellung der Exponate, sie erleben auch die Begeisterung der Gäste, die sich oder Freunde und Verwandte  auf vielen Bildern oder in den Filmen wieder erkennen.


Der Schattenriss eines grübelnden Schnurranten
im Eingang zum Schnurr-Labyrinth

Freudentränen in den Augen hatte Ursula Bernauer, nachdem sie den Scharfenberg-Film von 1963 über die Altweibermühle gesehen hatte. Sie hatte als 26-Jährige mit Bernhard Sartory eine der tragenden Rollen beim Mühlenspiel gesungen.

Zu den Highlights der Ausstellung gehört das sogenannte Schnurranten-Labyrinth-Kabinett mit den Audio-Stationen, wo die Besucher zwölf verschiedene Schnurren legendärer aber auch noch aktiver Schnurranten hören können. Außerdem haben die Schnurranten ihre Utensilien und Verkleidungen aus verschiedenen Jahren in die Ausstellung gebracht. Ein Abstinenzler mit typischem Frack und Zylinder ist umgeben vom geschmückten Fensterrahmen der Mauerblüme, dem Motorrad der Segerei, den Klamotten der Dominos, der Fahne des Carleclubs und vielen anderen Schnurranten-Ausstattungen, den Schnurren selbst und vielen, vielen Fotos. Auf der Wand dazwischen Spottverse der Schnurranten, beispielsweise jenem aus dem Moser-Wahljahr 2000, als die Feminine Truppe frech reimte: „Grüß Gott du schöner Maien, der Moser isch am Keien.“ „Gekeit“ ist der Bürgermeister aber nicht, er wird bekanntlich demnächst nach fast drei Amtsperioden mit allem drum und dran (Großer Zapfenstreich) verabschiedet.

Auf die Vorbereitung für den großen Schnurrsonntag weist die Wand mit dem Schattenriss eines Schnurranten hin, der grübelt und grübelt, vor ihm auf dem (realen) Tisch, das „Schnurrantenfutter“,  bestehend aus Gummibärle, Schokolade, Chips, Salzstengele, Bier und Wein, unter ihm der gefüllte Papierkorb mit den zerknüllten Fetzen und damit verworfenem Schnurrstoff. Ein typischer Blick eben hinter die Kulissen. Klar, dass sich die Besucherkinder über Gummibärle und Schokolade freuen und zugreifen.

Die Ausstellung zu Ehren des Jubiläums der Freien Narrenzunft Wolfach im Januar 2015 ist am kommenden Samstag und Sonntag wieder jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet  drei Euro, die Dauerkarte zehn Euro. Dauerkarten gibt es auch in der Buchhandlung Carosi in der Vorstadtstraße.

Foto: Margarete Dieterle

 
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