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Flößermuseum mit neuem Gesicht Drucken E-Mail

[30.05.2012]
Am Freitag, 1. Juni öffnet in Wolfachs Museum nicht nur die neue Sonderausstellung „Wolfach im Wandel“. Der Verein Kultur im Schloss hat auch die Flößerabteilung des Museums komplett neu konzipiert und umgebaut.

Die Neugestaltung der bald 20 Jahre bestehenden Ausstellung war nötig geworden, um das Konzept heutigen Anforderungen anzupassen. „Im Internetzeitalter haben wir einfach ganz andere Gewohnheiten“, meint der Vorsitzende des Vereins, Christian Oberfell. Komplexe Themen wie die Geschichte der Flößerei müsse man heute in sehr kompakter Weise darstellen. Dabei habe man sich recht lange überlegt, wie das Thema anzugehen sei. Schließlich war der Respekt vor der vorhandenen, inhaltlich sehr fundierten Ausstellung groß. Aber man wolle ein Museum „aus einem Guss“ bekommen, so der Vorsitzende. Umso drängender wurde die Neukonzeption, weil das Museum Teil des neuen Flößerwegs ist, der Mitte Juni eröffnet wird.

Künftig werden die Besucher daher eine Flößerstube besichtigen können, in der sich die Floßknechte nach einem schweren Arbeitstag treffen, um ein oder zwei Gläser Most zu trinken. Eine Tätigkeit, die Teilnehmer einer der geplanten Erlebnisführungen zum Thema Flößerei dann auch gleich nachvollziehen können. Für Gruppen steht im Museum nämlich ein großer Tisch zur Verfügung, der Raum für Aktionen jeglicher Art bietet. Um flexibler zu sein, entfernten die Ausstellungmacher mit Hilfe der Wolfacher Kinzigflößer ein großes Floß aus dem Museum. Es wird nun im Schlosshof aufgestellt. Die Texte wurden auf ein Mindestmaß reduziert, um die wertvollen Original-Exponate in den Mittelpunkt der Ausstellung zu rücken. Dazu zählt neben Bildern von Hasemann, Eyth, Sax und Trautwein ein einmaliges Floßmodell, das noch von einem echten Flößer Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde. Der Wohlstand den einige Wolfacher Bürgerfamilien durch den Holzhandel  errangen, spiegelt sich in erlesenem Delfter Porzellan und in Gegenständen aus Elfenbein wieder. Doch auch das letzte Goldstück, das der Wolfacher Schifferschaft nach dem Ende der Flößerei blieb, ist im Museum zu sehen. Kombiniert werden diese Ausstellungsstücke mit den Arbeitsgeräten der Waldbauern und der Floßknechte, die für Wolfachs Holzhändler arbeiteten.

Besonders stolz ist man beim Verein Kultur im Schloss darauf, dass die umfassende Neukonzeption der Ausstellung vollständig aus eigenen Mitteln und ohne öffentliche Zuschüsse umgesetzt werden konnte. Auch in Zeiten leerer Kassen sei also ein lebendiges Museum möglich.

Nach der Vernissage am 1. Juni wird die neugestaltete Flößerstube immer am Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr zu sehen sein. Der Eintritt, der auch für die Ausstellung „Wolfach im Wandel“ gilt, kostet 2 Euro.

 
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