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1111. Besucherin der Fasnet-Sonderausstellung / Monika Beck erzählt Filmgeschichte Drucken E-Mail

[12.01.2015]
Wolfach. (die) Gleich mehrere Rekorde purzelten am Sonntag im Wolfacher Museum im Schloss. Mit Elfi Scheffold, Ehefrau des Hornberger Bürgermeisters Siegfried Scheffold, begrüßten Vorstandsmitglieder des Vereins „Kultur im Schloss Wolfach“ die 1111. Besucherin der Ausstellung „S' goht degege – Hinter den Kulissen der Wolfacher Fasnet“.


Die Jubiläumsgäste Siegfried und Elfi Scheffold mit Vorstandsmitglied Margarete Dieterle
und den Ausstellungsbetreuern Lydia und Günter Endres (von links)
vor der mit Fotos verzierten Eingangstür zum Filmtunnel

Außerdem war der Sonntag, 11.1.2015, mit 112 Gästen der bisher besucherreichste Tag der Sonderausstellung, die am 14. November eröffnet worden war.

Elfi und Siegfried Scheffold, die in der Eduard-Trautwein-Straße am Wolfacher Siechenwald wohnen, waren sichtlich überrascht, als sie an der Kasse mit einem Geschenk des Vereins und der Freien Narrenzunft Wolfach begrüßt wurden. Elfi und Siegfried Scheffold waren zu Beginn der 1980er Jahre nach Wolfach gekommen. Damals war Siegfried Scheffold Hauptamtsleiter unter Bürgermeister Hans-Peter Züfle. Seit 2001 ist er Bürgermeister in Hornberg.

Aber noch eine Überraschung gab es am Sonntag für die Vorstandsmitglieder und Museumsbetreiber im Schloss. Aus Waldkirch besuchte Monika Beck, geborene Daniel, mit Ehemann Hanspeter und Bruder Helmut Daniel die Sonderausstellung. Die gebürtige Wolfacherin hatte im 1962 gedrehten und 1963 aufgeführten Film „Die Altweibermühle“ von Horst Scharfenberg die Hauptrolle gespielt und sah sich das Filmdokument natürlich in der Flößerstube an. Dabei traf sie auch auf Bärbel Schmider, heute stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Kultur im Schloss Wolfach“ und damals als kleine Kaffeetante und junges Nussschalenhansele eine der vielen Wolfacher Mitwirkenden des Films.

„Geküsst wird aber nicht“, hatte der Vater von Monika Daniel unter Vorbehalt seine Zustimmung zur Filmrolle gegeben, die die damals 20-Jährige nach einem Casting im „Grünen Baum“ erhalten hatte. Das Filmteam des Südwestfunks hatte ihr den Vorzug gegeben. Olga Schillinger, Elke Grieshaber und Elvira Schmider (Springmann) hatten ebenfalls am Casting teilgenommen. Ganze 150 Mark hatte Monika Daniel als Aufwandsentschädigung für die rund vier Wochen dauernden Filmaufnahmen bekommen. „Ich habe ja oft im elterlichen Friseurgeschäft gefehlt“ erzählte sie gestern.

Weil das junge Mädchen sich damals am Ende des Altweibermühlenspiels im Schlosshof für den Film zum Entsetzen des in sie verliebten Hauptdarstellers Horst Scharfenberg in eine alte Frau verwandeln musste, hatte ihr die Visagistin Fischhaut ins Gesicht geklebt. „Das war furchtbar und meine Haut litt noch eine ganze Weile unter diesem Zeugs“, erinnerte sich Monika Daniel gestern. Als der Film dann endlich vom Südwestfunk ausgestrahlt wurde, lieh sich das Ehepaar Daniel einen Fernsehapparat bei Radio Wickersheimer. Und weil die Kinder Monika und Helmut gar so arg bettelten, blieb das Gerät anschließend im Haushalt.

Monika Beck hat in  ihrer Waldkircher Fasnetskiste noch das Filmkleid und die große Haarschlaufe. Beides überlässt sie nun dem Museum für die Sonderausstellung im Schloss.

Die Sonderausstellung ist an den Festspieltagen 17./18. Januar, jeweils von 10 bis 17 Uhr länger geöffnet.

Foto: Conny Bachlmayr

 
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