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Fall Hilß - Polizei findet Knochenteile - Ofenteile abgebaut Drucken E-Mail

[25.03.2010]
Kappel-Grafenhausen/Freiburg Auf der Suche nach Spuren von Hermann Hilß (70) hat die Kriminalpolizei am Donnerstag im Bereich der Häuser von Hermann Hilß nochmals die Elz abgesucht. Dabei wurden von Kripo und Gerichtsmediziner unmittelbar vor dem Haus zahlreiche Knochteile menschlichen Ursprungs gefunden. Ob sie tatsächlich von dem Vermissten stammen, müssen erst die weiteren Untersuchungen ergeben.

 

 
Mit einem Sieb waschen Kriminaltechniker den Grund aus

 

Hintergrund der jüngsten Aktion war ein Fund vom vergangenen Donnerstag. Da hatten Taucher der Wasserschutzpolizei in der Elz zunächst einen Knochenrest gefunden, der wohl tierischer Herkunft ist. Es wurden in unmittelbarer Nähe des Hauses des Vermissten damals aber auch größere und kleinere Mauerbruchstücke aus der Elz geholt, die nach Einschätzung der Ermittler aus dem Haus von Hermann Hilß stammen. Nicht auszuschließen, dass der Mann zuvor tot hinter einer Mauer gelegen hatte.

Zusammen mit diesem Material war ein zweites Knochenstück aus dem Fluss geborgen worden, das nach Auskunft der Rechtsmediziner eindeutig menschlichen Ursprungs ist. Deshalb wurde in Absprache mit den Behörden und den Nutzern der Elz ab Mittwochabend der Hauptstrom des Wassers bei Riegel in den Leopoldskanal abgeleitet. Über Nacht sank der Wasserspiegel, so dass ab dem frühen Morgen eine Suche auch ohne Tauchgerät möglich wurde.

Bereits am Dienstag dieser Woche hatten Gerichtsmediziner und ein Sachverständiger einen Kachelofen im Haus des Vermissten genau unter die Lupe genommen und Teile davon zu Untersuchungszwecken ausgebaut. Hintergrund dieser Aktion war unter anderem, dass Nachbarn Ende 2009 schwarzen Rauch gesehen und gleichzeitig über einen üblen Geruch wahrgenommen hatten. Aber auch, dass der Knochen, den man gefunden hatte, Spuren von Feuer auf wies.

Neben der Suche in der Elz laufen natürlich weitere Maßnahmen. So durchsuchten Kräfte der Bereitschaftspolizei unterhalb der jetzigen Fundstellen die Elz und unterstützten zudem die Ermittlungsgruppe, die zur gleichen Zeit in der Nähe ein Haus der Ehefrau näher in Augenschein nahm.

Die Frau befindet sich bekanntlich seit zwei Wochen in Untersuchungshaft. Die Justiz wirft ihr Totschlag durch Unterlassen, Mittelbare Falschbeurkundung und Betrug vor. Die 54-Jährige hatte bekanntlich in der Vergangenheit nicht nur mit einem Doppelgänger einen Notar und eine Anwältin getäuscht. Vielmehr ließ sie alle Suchmaßnahmen der Polizei ins Leere laufen und versuchte das tatsächliche Geschehen zu verschleiern.

Bekannten bat sie immer wieder um die unterschiedlichste Hilfsdienste. So ließ sie sich zu den unterschiedlichsten Plätzen fahren, schickte die Leute aber auch zum Einkaufen oder bat sie um andere Unterstützung. Auf diesem Weg besorgte sie sich auch Baugerät und Baumaterial, mit dem möglicherweise Spuren im Haus beseitigt werden sollten. Teilweise sollten die Bekannten aber auch Gegenstände aus dem Besitz von Hermann Hilß aufbewahren. So wissen die Ermittler, dass sie in Freiburg auf einem Parkplatz einem Mann eine Säge übergeben hat. Da diese Säge möglicherweise bei den Ermittlungen von Bedeutung sein kann und dieser Mann bislang noch nicht identifiziert werden konnte, bitten ihn die Ermittlungsbehörden, sich als Zeuge unter Telefon 07821/2770 bei der Kripo in Lahr zu melden.

 
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