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Fall Hilß - Ehefrau bricht teilweise ihr Schweigen und gibt zu, den Mann verbrannt zu haben Drucken E-Mail

[26.03.2010]
Kappel-Grafenhausen. Hermann Hilß ist tot. Rund fünf Monate nach der Vermisstenanzeige, wochenlangen intensiven Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei und nach dem Fund von menschlichen Knochen in der Elz hat seine Frau ihr bisheriges Schweigen teilweise aufgegeben. In einer kurzen schriftlichen Erklärung bestätigte sie nun, dass Hermann Hilß gestorben sei. Sie bestätigte auf Vorhalt, die Leiche zunächst mit Beton übergossen und später wieder herausgeholt und verbrannt zu haben. Dies sei ihr nicht vollständig gelungen. Asche und Knochenreste habe sie deshalb vor dem Haus auf die  Elz verstreut. Ihren Angaben zufolge habe sie damit einem Wunsch des Verstorbenen entsprochen.

Rückblick:
Hermann Hilß war Ende Oktober 2009 von einem Nachbarn vermisst gemeldet worden. Der gab an, den 70-Jährigen Rheinfischer seit Wochen nicht mehr gesehen zu haben. Im April war dieser noch mit schweren Herz-Kreislaufproblemen im Krankenhaus behandelt worden. Doch lebenswichtige Medikamente, so die Ermittlungen später, hat er sich danach nicht mehr beschafft.
Seine Frau (54) ließ die Fragen der Polizei nach ihrem Mann ins Leere laufen. Sie täuschte mit Hilfe eines Doppelgängers sogar einen Notar und eine Rechtsanwältin. Auch sonst versuchte sie mit allen Mitteln das Geschehen um Hermann Hilß zu verschleiern.

Die Kriminalpolizei, die eine zehnköpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet hatte, überprüfte cirka 7.600 Telefonkontakte der Frau und verfolgte über 250 Spuren. Dabei stieß man auf eine Maskenbildnerin, die den Doppelgänger entsprechend hergerichtet hatte. Auch dieser Mann wurde über den Datenabgleich ermittelt und hat zwischenzeitlich ein Geständnis abgelegt. Zudem fand die Kriminalpolizei zahlreiche Bekannte, die teilweise Gegenstände aus dem Besitz von Hermann Hilß aufbewahren sollten. Von zwei anderen Männern ließ sie sich Zement oder auch einen Bohrhammer bringen.

Zwischenzeitlich wurden rund ein halbes Dutzend Durchsuchungen durchgeführt, wobei am 17. März die Durchsuchung der Elz die größte Aufmerksamkeit erregte. Damals fand man vor dem Haus von Hermann Hilß Bauschutt und darin ein menschliches Knochenteil mit Brandzehrungen. Am 25. März wurde deshalb die Elz abgeschlagen, nochmals gründlich durchsucht und mit Unterstützung eines Rechtsmediziners konnten zahlreiche Knochenteile geborgen werden.

Wie man inzwischen feststeht, hatte die Frau nach dem Tod von Hermann Hilß, der zu einem noch nicht genau feststehenden Zeitpunkt Mitte 2009 verstorben sein muss, die Leiche im Keller mit Beton zugedeckt. Offensichtlich Anfang Dezember, als die polizeilichen Ermittlungen immer intensiver wurden, hat sie den Verstorbenen wieder aus dem Beton herausgeholt und nach und nach im Kachelofen verbrannt. Bauschutt und auch die Asche warf sie dann hinter dem Haus ins Wasser.

 
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