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Ein Ringeridol feiert seinen 80. Geburtstag Drucken E-Mail

[06.09.2020]
Der internationale Kampfrichter im Ringkampfsport, Manfred Baumann, feierte am vergangenen Freitag in seinem Haus in Hausach seinen 80. Geburtstag.


Zum 80. Geburtstag des Ringeridols (Mitte) waren Vorsitzender Achim Stiffel
vom KSV Haslach (links) sowie das einheimische Ringerdenkmal
Hubert Krämer (rechts) als Gratulanten vor Ort

Neben seiner Familie mit einem Sohn und seinem Beruf galt seine Leben dem Sport auf der Matte. Denn als Schiedsrichter leitete er zwei Jahrzehnte lang Ringkämpfe rund um den Globus. In seinem noch vorhandenen Einsatzbuch sind alle Stationen seiner internationalen Aufträge verzeichnet.

Neben vielen europäischen Ringerhochburgen wie Schweden, Ungarn, Österreich und der Schweiz, stehen auch Weltstädte wie Moskau (Russland), Atlanta (USA) und Toronto (Kanada) zu Buche, um nur einige zu nennen. Auch Sydney (Australien) und Tel-Aviv (Israel) sind dabei.

Selbstverständlich war er auch in den deutschen „Tempeln“ des Ringkampfsports auf der Matte, wie zum Beispiel in Schifferstadt mit dem damals bekanntesten deutschen Ringer Wilfried Dietrich. Höhepunkt seiner höchst beeindruckenden  Karriere war die Teilnahme als Kampfrichter bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona.

Am 4. September 1940 wurde er in Mannheim geboren, zog aber gleich zu Beginn des 2. Weltkriegs im Jahr 1941 ins Kinzigtal nach Hofstetten. Dort wuchs er auch auf, besuchte die Schule und machte eine Lehre als Schreiner und Fensterbauer. Diese Tätigkeit übte er bei der Firma Gegg fünfzig Jahre lang mit großem Einsatz aus. Zu seiner Familie gehört noch ein Bruder, der heute als Pensionär in Haslach wohnt.

Sportlich war er zuerst  selbst als aktiver Ringer unterwegs. Im Jahr 1958 war er einer der Gründerväter des KSV Haslach. 1970 war er mit dabei, als Nachbar Hofstetten ebenfalls eine Ringermannschaft aufstellte. In beiden Vereinen widmete er sich auch der Ausbildung des Ringernachwuchses. Zu seinen bekanntesten Schülern gehörte das Haslacher Ringerdenkmal Hubert Krämer, der in den siebziger und achtziger Jahren eine Meisterschaft nach der anderen abräumte, darunter auch drei deutsche Meistertitel im Schwergewicht.

Nach seiner aktiven Karriere legte er 1970 die Kampfrichterprüfung ab und erwarb schon 1974 die Bundeslizenz. Sein steiler Weg nach oben wurde 1979 mit der internationalen Kampfrichterlizenz gekrönt. Dies führte ihn zu Einsätzen rund um den Globus. Deutsche Meisterschaften, Welt- und Europameisterschaften und olympische Spiele waren dabei seine Stationen, die sein Riesentalent in dieser Sportart eindrucksvoll unterstreichen.

Mit dem  Erreichen des 60. Lebensjahres kam er an die Altersgrenze als Unparteiischer, was für ihn auch gleichzeitig  den Ausstieg bedeutete. Selbstverständlich verfolgt er bis heute das Geschehen im Ringerdreieck Hofstetten-Haslach-Mühlenbach bei Besuchen vor Ort, soweit es seine Gesundheit zulässt.

Denn vor sechzehn Jahren, nur kurze Zeit nach seinem Eintritt in den Ruhestand, ereilte ihn eine schwere Krankheit, von der er sich nur langsam und mit eisernem Willen erholte. „Heute bin ich mit meiner Gesundheit wieder zufrieden“, bekennt er freimütig.

Für die Zukunft erhofft er sich einen weiterhin stabilen gesundheitlichen Zustand und dass er in zwei Jahren mit seiner Frau, die ihn liebevoll hegt, die diamantene Hochzeit feiern kann. Ein gemeinsames Festessen am Abend des Geburtstags im Kreise seiner Familie mit Sohn Markus und Famile, zu der seine vier hübschen Enkeltöchter zählen, rundete den Feiertag gelungen ab.

Bild und Text:
Fred-Jürgen Becker


 
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