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Integration von Geflüchteten nach wie vor große Aufgabe des Migrationsamts Drucken E-Mail

[20.05.2018]
Ortenau.Um über Aktuelles rund um die Zuwanderung im Ortenaukreis zu informieren, lädt das Migrationsamt im Landratsamt das Kommunale Netzwerk Integration zweimal jährlich zu dezentralen Raumschaftstreffen ein.

Dem Netzwerk, das bereits 2014 vom Ortenaukreis ins Leben gerufen wurde, gehören Vertreter der Städte und Gemeinden, der freien Wohlfahrtsverbände, der Bildungsträger und der ehrenamtlichen Helferkreise an. Die diesjährigen Frühjahrstreffen fanden Mitte Mai in Schwanau, Offenburg und Sasbach statt. Im Fokus standen unter anderem die veränderte Situation in den vorläufigen Unterkünften und die Integration der Menschen. Zudem gab es Informationen zu ausländerrechtlichen Fragestellungen, zu den Asylbewerberleistungen und zu Schulungen für Ehrenamtliche.

„Ich freue mich, dass insgesamt rund 100 Netzwerkmitglieder Interesse an den Veranstaltungen zeigten“, sagte Amtsleiterin Alexandra Roth. „Damit Integration gelingen kann, ist es uns nach wie vor ein wichtiges Anliegen, den zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich in örtlichen Initiativen in der ganzen Ortenau engagieren, professionell zur Seite zu stehen und sie und die Fachleute im Kreis miteinander in Kontakt zu bringen“, so Roth weiter.

Die Migrationsamtsleiterin gab zunächst einen Überblick über die Zuwanderungssituation im Ortenaukreis. So seien analog zu Bund und Land auch die Zugänge im Landkreis seit 2016 rückläufig. Während vor zwei Jahren noch fast 4.500 Menschen die damals rund 5.700 verfügbaren Plätze in den vorläufigen Unterkünften belegten, seien heute nur noch knapp 1.200 Personen in kreisweit 15 Standortgemeinden untergebracht. „Aufgrund der gesunkenen Zahl der Neuzugänge und der Umzüge der Menschen in die Anschlussunterbringung der Städte und Gemeinden konnten wir zwischenzeitlich viele Containeranlagen sowie kleinere, weniger wirtschaftlichen Wohneinheiten aufgeben“, erklärte Roth

Projekte des Flüchtlingssozialdienstes stellte dessen Leiterin Natascha Kaiser vor. So sei der „Wohnungsführerschein“ in der Region Lahr sehr erfolgreich verlaufen und soll deshalb im Herbst mit Unterstützung von ehrenamtlichen Helferkreisen in weiteren Regionen umgesetzt werden. Ziel des Projektes sei es, Neuankömmlinge rund um die Themen Mieten und Wohnen zu schulen und, mithilfe eines Zertifikats, mögliche Bedenken seitens der Vermieter zu entkräften.

Ein weiteres gelungenes Programm, das an verschiedenen Orten fortgeführt werden soll, ist der Workshop „3 DAYS WORK & LIFE“. Das Seminarangebot soll junge Flüchtlinge zwischen 18 und 24 Jahren, die aufgrund ihrer Volljährigkeit keine Regelschule in Deutschland besucht haben, fit für die Themen Berufswahl, Umgang mit Medien, Finanzen und gewaltfreie Kommunikation machen.

Philipp Mattmüller, Leiter des Sachgebiets Asylbewerberleistungen, und Ludwig Schuster, Sachgebietsleiter der Ausländerbehörde, gingen auf aktuelle Entwicklungen in der Leistungsgewährung und auf ausländerrechtliche Aspekte beim Familiennachzug ein. Ingo Kempf von der Vernetzungsstelle Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamtskoordinatorin und die Integrationsbeauftragte Ursula Moster stellten die geplanten Informations- und Fortbildungsveranstaltungen für die ehrenamtlichen Helferkreise vor und baten die Ehrenamtlichen, ihren Bedarf und ihre Wünsche einzubringen.

Hintergrund: Nationalitäten

Neben der rückläufigen Zahl der Neuankömmlinge im Ortenaukreis haben sich auch die Nationalitäten der Menschen, die in den vorläufigen Unterkünften des Kreises leben, verändert: Aktuell machen die Gambier mit 22,3 Prozent den größten Anteil der Geflüchteten in den Gemeinschaftsunterbringungen aus, gefolgt von 14,6 Prozent Afghanen und 11,4 Prozent Nigerianern. Die Herkunftsländer Irak und Syrien, die in den zurückliegenden Jahren auf den vorderen Rängen standen, nehmen im Ortenaukreis mittlerweile die Plätze 4 und 5 ein.

 
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