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Als Hebamme täglich auf Achse Drucken E-Mail



[06.12.2006]
Wolfach. Schon als kleines Mädchen, träumte Yvonne Künstle davon, einmal als Hebamme zu arbeiten. „Ich wollte immer eine Landhebamme sein.“, erinnert sie sich. Sie arbeitet jetzt schon seit 2003 als Hebamme, sofort nach ihrer Ausbildung in Ulm arbeitete sie freiberuflich und startete in Wolfach durch. Uns erzählte sie, wie viel Spaß ihr der Beruf heute macht, für den sie gern und oft auch private Opfer bringt.

Ihr Engagement in der Feuerwehr, als Notfallseelsorgerin und viele Praktika im Kreissaal, im Krankenhaus und beim Rettungsdienst waren große Pluspunkte, als sie sich unter 1400 Bewerbern für 13 Stellen einen Ausbildungsplatz in Ulm sicherte.

Seit drei Jahren lebt die 25-jährige ihren Traum, auch wenn dabei Freizeit ein Fremdwort ist. „Ich würde meinen Beruf nur für ganz wenig in der Welt aufgeben.“, sagt sie bestimmt, denn diese Arbeit sei etwas ganz besonderes.

Nachdem sie anfangs Frauen im Gebiet Wolfach bis Schiltach/Schenkenzell betreute, weitet sich ihr Arbeitskreis nun seit Anfang Juli auf Oberwolfach mit Bad Rippoldsau Schapbach aus. Somit vergrößern sich auch die täglichen Fahrtstrecken, die sie zum Beispiel bei Hausbesuchen zurücklegt.

Das heißt natürlich mehr Arbeit, aber auch mehr Freude, denn schließlich ist es immer wieder schön, wenn die kleinen Erdenbürger auf die Welt kommen. Für eine Hebamme im ländlichen Gebiet gibt es immer besonders viel zu tun, das Arbeitsfeld kann unterschiedlicher und abwechslungsreicher nicht sein. Es erstreckt sich von Kursen für Geburtsvorbereitung, Rückbildungsgymnastik, der Betreuung während der Geburt bis hin zur Nachsorge.

Täglich stehen zwischen fünf und elf Hausbesuche an, da kommen schnell weit über 100 Kilometer Wegstrecke pro Tag zusammen. Außerdem arbeitet sie als Beleghebamme im Wolfacher Kreiskrankenhaus. „Es ist wahnsinnig schön und interessant.“, betont sie voller Tatendrang. Da wird es nie langweilig.

Im Winter gibt es bei Fahrten zu einsamen Bauernhöfen schon einmal das eine oder andere aufregende Erlebnis. „Es kann auch sein, dass mich die Landwirte mit dem Trecker abholen, wenn mein Corsa es nicht mehr schafft.“, erzählt sie lachend.

Die Hebammentasche und das komplette Geburtsset mit dem Sauerstoff ist immer im Kofferraum. „Ich bin sehr sicherheitsbewusst und möchte immer adäquat Hilfe leisten.“ Jede Frau, die ein Kind bekommen hat ein Recht auf eine Nachsorgehebamme und das nehmen die jungen Mütter auch sehr gern in Anspruch.

„Ich bin eng verbunden mit ‚meinen’ Frauen.“, sagt Yvonne Künstle. Deshalb tut sie alles, um sie zu unterstützen, wo es nur geht und kann auch einmal zur Löwin werden, wenn eine Frau in Not ist. Viele Zusatzausbildungen ergänzen die in der Hebammenausbildung erworbenen Kompetenzen, wie die Ausbildung in Trauerarbeit, sie arbeitet auch mit konfliktbelasteten Familien.

Sie ist ausgebildet in traditioneller chinesischer Medizin und Homöopathie. Nach einigen Praxisjahren ist sie begeistert von den Frauen in der Region, in der sie selbst groß wurde. Sie sind sehr bodenständig und haben zum Glück noch ein sehr gutes Körpergefühl.

Wenn einmal eine freie Minute im Terminkalender auftaucht, genießt sie die knappe Freizeit dann auch wirklich in vollen Zügen. Um den Kopf frei zu bekommen und wieder Kraft zu tanken, hat sie als Hobby den Sport für sich entdeckt. Weitere Infos, Tel.: 07834/86 77 18

Text und Bild: Anke Bauer

 

 
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