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Lutz Wagner: Jeder Schiedsrichter ist wichtig Drucken E-Mail

Halbzeittagung der Ortenauer Fußballschiris – Fritz Baudendistel zum Ehrenmitglied ernannt

[06.02.2012]

Mittleres Kinzigtal (th/fjb) Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Lutz Wagner hielt in der Rebstockhalle Nesselried ein eindrucksvolles Referat. Der Ex-Referee benötigte dafür über 90 Minuten, eine Halbzeit gönnte er sich nicht. Im Gegenteil, Wagner fesselte seine Zuhörer beim gemeinsamen Regellehrabend aller Ortenauer Fußball-Schiedsrichter und viele wünschten sich gar eine Verlängerung. Mit dabei waren auch die rund 40 Schiedsrichter der Gruppe Kinzigtal mit Obmann Ronald Weidner.

 

 

 

Eine hohe ehrung in Anwesenheit von Referent und Ex-Bundeslia-Schiedsrichter Lutz Wagner (links), Bezirksschiedsrichterobmann Josef Hodapp (2.v.links) und Verbandsschiedsrichterobmann Manfred Schätzle (rechts) erfuhr der ehemalige Regionalligaschiedsrichter und langjährige Funktionär Fritz Baudendistel (2.v.links).

 

So soll ein Lehrabend sein, freute sich Bezirksschiedsrichterobmann Josef Hodapp und war begeistert vom kurzweiligen Vortrag des DFB-Koordinators für Regelumsetzung, Basisarbeit und Talentförderung beim DFB. Nach seinem Referat gab es für Lutz Wagner „Standing Ovations“ der rund 300 Ortenauer SR-Kollegen. Lutz Wagner, der sich als leidenschaftlicher Schiedsrichter bezeichnete, stellte Regelkenntnis, Regelauslegung und Regelumsetzung in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Natürlich müsse man Regeln lernen, da sei jeder für sich selbst verantwortlich. „Unser Werkzeugkoffer“, wie er es formulierte, „ist Grundvoraussetzung für unsere Arbeit.“ Lehrabende müssen aktuell, nachhaltig und leistungsfördernd sein. Man müsse eine Botschaft dabei für sich mitnehmen. „Was zu mir passt, das soll ich auch übernehmen“, seine Empfehlung vor allem an die jungen Kollegen. Die haben seiner Meinung nach bei der Bewertung von Situationen während der 90 Minuten meistens nur eine oder zwei Lösungen parat, während ältere SR mehrere anwenden können. Ein Lernprozess und letztlich Ergebnis aus diesen unzähligen aber unabdingbaren Lehrabenden.

Der Hesse Wagner, heute Mitglied des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses, ist immer noch rund 200 Tage im Jahr für die Schiedsrichterei unterwegs. „Und das für einen Tagessatz von 15 Euro“, merkte er süffisant dazu an und sieht sich dabei an der Seite seiner Amateur-Kollegen. Nebenbei brennt er gerne Apfelwein und so luden Ortsvorsteher Klaus Sauer und der Vorsitzende des SV Nesselried Friedrich Männle Wagner spontan zu „Nesselried brennt“ ein, damit er einmal kennenlernen kann, welche hochprozentigen Güter in Nesselried gebrannt werden.

80.000 Schiedsrichter sind in Deutschland gezählt, nur 4,05 Prozent pfeifen über der Kreisliga. Lutz Wagner weiß aber genau, wo die wahren Helden sind und zeigt sich darum gerne an der Basis.Unterhaltsam, lehrreich, mitunter witzig, gestaltete Wagner seinen Vortrag, den er mit laufenden Filmszenen aus dem Bundesliga-Alltag belegte und zugleich auflockerte.  Abseitsbewertung, Notbremse und Videoeinsatz waren weitere Schwerpunkte in seinem Referat. Er outete sich als Befürworter des Videobeweises, aber nur bei der Frage Tor oder nicht Tor. Der DFB-Lehrstab um Lutz Wagner hat nachgezählt:  In der letzten Bundesligasaison kam es zu 174 Streitfällen. Davon entschieden die Schiedsrichter 98 richtig, 22 falsch und 54 blieben auslegungsbedürftig. Und dies bei insgesamt 612 Spielen mit bis zu 220 Entscheidungen pro Spiel. Wagner nimmt dabei seine Bundesliga-Kollegen in Schutz. „Eine einzelne Entscheidung sagt nichts über die Leistung des Schiedsrichters aus.“

Er stellte eindeutig und klar heraus, dass die Schiedsrichter ihren Job gut machen. Darauf kann man stolz sein. Bestes Lob und Anerkennung ist immer dann gegeben, wenn keiner darüber spricht. Und jeder Schiedsrichter leistet an seiner Stelle einen wichtigen Dienst im gesamten Fußball.

Im Anschluss an das Hauptreferat wurde Fritz Baudendistel (FV Herbolzheim) von Verbands-Schiedsrichter-Obmann Manfred Schätzle (Furtwangen) und BSO Josef Hodapp zum Ehrenmitglied der SR-Vereinigung Offenburg ernannt. Des Weiteren erhielt Baudendistel für über 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit die silberne Ehrennadel des SBFV. „Fritz Baudendistel gab immer das Beste und bemühte sich immer wieder neue Talente zu finden. Kein Weg war ihm  zu weit und keine Aufgabe zu viel!“, berichtete BSO Hodapp von der Tätigkeit seines langjährigen Stellvertreters. Baudendistel ist seit 33 Jahren Schiedsrichter, als aktiver Schiri leitete er Spiele bis zur Regionalliga und war Assistent in der 2. Bundesliga. Nach seiner aktiven Zeit war er jahrelang bis zur 3. Liga als Beobachter unterwegs. Im Ehrenamt war er als Obmann im Renchtal und bei den Jung-Schiedsrichtern tätig, seit 1999 war er Stellvertretender Bezirks-SR-Obmann und Sachbearbeiter im Beobachtungswesen im BSA (Bezirks-SR-Ausschuss) Offenburg. Im Sommer 2011 beendete Baudendistel seine Tätigkeit und ist derzeit noch als Oberligabeobachter aktiv. Geehrt wurde er auch von Bernhard Zerr (SR-Obmann Baden-Baden) und Anton Dixa (SR-Obmann Freiburg) für seine tolle Zusammenarbeit mit den beiden benachbarten Bezirken. Die Schlussworte der Halbzeittagung sprach Fritz Baudendistel, der sich mit den Worten „Ich hab es gerne gemacht.“ bei der Versammlung und den Laudatoren bedankte.

 
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