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Zitat der Woche: „Im Sommer ist es zu heiß, das zu tun, wofür der Winter zu kalt war.“
Graf Fito



Bauernregel:
"
Bringt der Juli heiße Glut, gerät auch der September gut.



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Das Wetter im Oktober Drucken E-Mail

[07.11.2009]
Nach dem sonnigen „Spätsommermonat“ September wurde es im Oktober doch merklich herbstlicher. Wieder mehr Wolken und Niederschläge, teilweise schon recht niedrige Temperaturen und zu wenig Sonnenschein prägten den Mittherbstmonat der aber auch eingangs und gegen  Ende noch einige „goldene“ Tage aufweisen konnte.

Die ersten Oktobertage zehrten allerdings noch vom Altweibersommerwetter. Es war noch trocken, sonnig und angenehm warm mit Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad. Ab 5. wurde es dann allerdings unbeständiger, Wolken und Regen kamen auf, anfangs blieb es noch mild, der 7. zeigte sich als letzter richtig sonniger und spätsommerlich anmutender Tag, die Höchstwerte erreichten örtlich mehr als 25 Grad. Eine grundsätzliche Umstellung der Großwetterlage ließ danach die Temperaturen deutlich sinken. Kühle Luft aus nördlichen Breiten flutete auch über den Schwarzwald. Das zweite Monatsdrittel musste größtenteils mit einstelligen Tageshöchstwerten vorlieb nehmen. Dazu fiel immer wieder Regen und sonnige Tage waren eher die Ausnahme. Wenn es dann nachts aufklarte, gab es schon die ersten Luftfröste. Gegen Ende des zweiten Drittels erholte sich das Wetter wieder langsam. Längere sonnige Abschnitte ließen auch die Temperaturen wieder ansteigen und so konnte sich vorwiegend eine herbstlich ruhige Witterungsphase einstellen, die im Volksmund „Allerheiligenruhe“ genannt wird und in den meisten Jahren gegen Ende Oktober erwartet werden kann.

Nach einem überwiegend zu warmen ersten Monatsdrittel mit Temperaturüberschüssen bis zu sechs Grad folgte ein recht kalter Abschnitt bis zum Ende des zweiten Drittels in welchem die Temperaturen bis zu acht Grad unter den langjährigen Durchschnitt fielen. Das letzte Oktoberdrittel wurde dann wieder etwas zu mild. Doch insgesamt schafften es die wärmeren Zeitabschnitte nicht das Temperaturdefizit völlig auszugleichen. Am Ende fehlten in Wolfach noch 0,2 Grad um die Mitteltemperatur des Oktobers zu erreichen. Als wärmster Tag bleibt der 7. Oktober in Erinnerung, an der Station wurden +24,2 Grad gemessen.  Seit 2001 wurde keine so hohe Temperatur mehr im Oktober gemessen. Ganz schön frostig war es am Morgen des 15. mit – 2,5 Grad, am Erdboden sank das Thermometer sogar auf -3,9 Grad. Für die erste Oktoberhälfte bedeutete dies einen neuen Minusrekord. Insgesamt wurden zwei Frosttage und fünf Bodenfrosttage gezählt.

Nach zwei deutlich zu trockenen Monaten lebte die Niederschlagstätigkeit wieder mehr auf. Im Oktober regnete es in Wolfach 90,9 Liter/qm, damit wurde das Soll um zwei Prozent überschritten, die Trockenheit gemildert aber nicht völlig beseitigt. Der Niederschlag verteilte sich auf 16 Tage (normal 13 Tage) an einem Tag mischte sich auch Graupel in den Regen. Am 8. wurde ein letztes Gewitter in der Nacht registriert.

Auf die Sonne mußte man im Oktober doch öfters mal ganz verzichten. An fünf Tagen zeigte sie sich überhaupt nicht und an weiteren sieben Tagen kam die Sonnenscheindauer nicht über eine Stunde hinaus. Kein Wunder, wenn am Ende noch 23 Prozent oder knappe 26 Stunden Sonnenschein fehlten. Drei heitere Tage und 16 trübe Tage (+2) unterstreichen hier zusammen mit einem Bewölkungsmittel von 5,7 Achteln (+0,3 Achtel) die magere Sonnenscheinbilanz.

Da September und Oktober etwas richtungsweisend für den kommenden Winter betrachtet werden können, scheint sich aus der diesjährigen Witterungsfolge der beiden Monate ein eher milder bis gemäßigter Winter einzustellen, der zwar einige kältere Tage bringen wird. Die Mehrzahl der Tage dürfte aber zu mild ausfallen. Schnee ist bei solcher Witterung in den Tälern eher Mangelware, wenn auch sich kurzzeitig auch mal eine dichtere Schneedecke ausbreiten kann. Sollte im November nun noch ein frühwinterlicher Abschnitt folgen, verschlechtern sich die Chancen auf einen kälteren Winter weiter.

 
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