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"
Nur in der Juliglut, gedeihen Wein und Getreide gut.



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Das Wetter im Juli 2009 Drucken E-Mail

[18.08.2009]
Ziemlich enttäuschend verlief für viele der diesjährige Hochsommermonat Juli. Statt Sommerwetter gab es viele Wolken, häufig Regen und zu wenig Sonne. Die Landwirte hatten Mühe, die überfällige Heuernte einzufahren und mancherorts verhagelte es die Ernte regelrecht.

Die Großwetterlage wollte einfach den Aufbau einer stabilen Hochdruckzone über Mitteleuropa nicht zulassen. So wechselten ständig Zwischenhochs und Tiefdruckgebiete einander ab. Die schwachen Luftdruckgegensätze verhinderten zudem den Austausch der schwülen Luftmasse in der immer wieder im Tagesverlauf sich teils kräftige Gewitter zusammenbrauten.

Der Julibeginn war noch sommerlich geprägt mit Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad. Gestört wurde das Wetter durch die fast täglich am Nachmittag aufkommenden Gewitter. Eine merkliche Abkühlung setzte am 6. ein, welche die Temperaturen bis zum 10. häufig unter die 20-Grad-Marke drückte. Danach ging es wieder aufwärts ohne dass sich aber an der unbeständigen Wetterlage viel änderte. Tägliche Niederschläge und eingelagerte Gewitter bestimmten weiter das Bild. Erst im letzten Drittel nahm die Niederschlagshäufigkeit etwas ab, so dass trockene und sommerlich warme Tage nun häufiger anzutreffen waren.

Der Juli war durch häufige Temperaturwechsel gekennzeichnet, deutlich zu warme Tage wechselten in rascher Folge mit zu kühlen Witterungsabschnitten. So gab es mehrfach Mitteltemperaturdifferenzen bis zu acht Grad. Zusammen mit auftretender Schwülebelastung war das eine Mischung die kreislaufgeplagten Patienten zu schaffen machte. Warme und kühle Tage waren nahezu ausgeglichen, so dass nur eine geringe Mittelwertabweichung von -0,2 Grad  errechnet wurde. Damit folgt der Juli 2009 aber einem Trend der letzten Jahre in denen der Hauptsommermonat eher etwas zu kühl blieb. Allein die Jahre 2003 und 2006 waren in diesem Jahrzehnt deutlich zu warm. Dass der Sommer 2009 nicht so richtig in die Gänge kam war auch an der zu geringen Zahl von Sommertagen zu sehen, mit 14 Tagen gab es hier einen zu wenig. Noch drastischer war das Minus bei den Hitzetagen, nur ein einziger Tag mit mindestens 30 Grad, statt deren vier. Interessant in diesem Zusammenhang auch die ausgesprochen lange Zeit vom 25. Mai bis zum 21. Juli, wo es keinen einzigen heißen Tag gab. Die Höchsttemperatur wurde am 21. mit 30,6 Grad gemessen, recht kühl war es am Morgen des 26. mit +8,9 Grad.

Dauerthema im Juli war allerdings der Niederschlag. Mit einer Niederschlagsmenge von genau 200 Liter qm war es der nasseste Juli seit 1993 und der drittnasseste der Wolfacher Messreihe. Die Regensumme lag um 85 Prozent über dem Sollwert. Einen neuen Rekordwert gab es in der Anzahl der Niederschlagstage, die mit 24 Tagen so hoch wie noch nie seit Aufzeichnungsbeginn lag. Die höchste Regenmenge eines Tages fiel am 14. mit 33,4 Liter/qm. Ausgeprägt war die Gewittertätigkeit die mit acht Tagen doppelt so hoch lag, wie sonst im Juli üblich. Nimmt man noch die Gewitter der näheren Umgebung hinzu, waren es sogar 12 Gewittertage! Allein 1976 und 1994 gab es noch mehr Gewittertage im Juli.

In der feuchten Luftmasse war Wolkenbildung begünstigt, das Bewölkungsmittel lag 0,3 Achtel höher als normal und verhinderte auch dass die Sonne ihre Sollstunden schaffte. In Wolfach wurden 189,8 Sonnenstunden gezählt und damit fehlten noch neun Prozent oder 18 Stunden.

Die schon im Aprilrückblick vorsichtig geäußerte Tendenzprognose für den Sommer hat sich wieder einmal bestätigt. Einen sonnig-warmen April folgt eben nun mal gerne ein etwas zu kühler und sehr unbeständiger Hochsommer. Bleibt zu hoffen, dass uns der August nach dem Ende der Siebenschläferperiode noch etliche schöne und sommerliche Tage beschert.

 
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