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Minna Glitscher feierte hundertsten Geburtstag Drucken E-Mail

Rückblick auf ein langes und  sehr bewegtes Leben

[29.11.2011]
Haslach.fjb. Ein großes Ereignis wurde am Wochenende im Schwarzwaldwohnstift gefeiert. Bewohnerin Minna Glitscher, geborene Fischer beging  im Kreise ihrer Familie, ihrer Bekannten und Freunde ihren hundertsten Geburtstag. Dies war auch Anlass für die Gratulation durch Bürgermeister Heinz Winkler, der seitens der Stadt die herzlichen Glücks- und Segenswünsche überbrachte.

 

 

Zu den Gratulanten zu ihrem hundertsten Geburtstag durfte die Jubilarin Minna Glitscher (vorne rechts) mit den hundert dunkelroten Rosen und  neben ihrer Schwiegertochter Hildegard Glitscher (vorne links) die kommissarische Heimleiterin Regina Müller-Laumann (von links), Enkelin Claudia Moser, Urenkelin Michelle Moser  und Bürgermeister Heinz Winkler zählen.

 

 

Ein prächtiger Strauß mit hundert dunkelroten Rosen, die Bürgermeister Winkler als Geschenk überreichte, war für die betagte Jubilarin bei der offiziellen Feier am Montagnachmittag die größte Überraschung. Als der Bürgermeister auch noch die Urkunde, die Ministerpräsident  Winfried Kretschmann persönlich unterschrieben hatte, vorlas, sagte Minna Glitscher in ihrem echten Berlinerisch: „Toll ist das alles. Das hätte ich nicht erwartet!“ Weitere Gratulanten, die der Jubilarin mit Glück- und Segenswünschen sowie Geschenken ihre Aufwartung machten,  waren Pfarrer Hartmut Rehr von der evangelischen Kirchengemeinde und der betreuende Hausarzt Dr. Martin Keßler. Auch die Heimverwaltung  war durch die  kommissarischen Leiterin Regina Müller-Laumann vertreten, sowie durch  die Verantwortliche für die Aktivierung Eveline Hammer und die ehrenamtliche Betreuerin Dorit Kern.

Minna Glitscher  kann auf ein sehr bewegtes Leben zurückblicken. An ihrem Geburtstag am  27. November 1911 in Metz, im heutigen Elsass, damals jedoch noch deutschem Gebiet,  stand an der Spitze des deutschen Reiches noch Kaiser Wilhelm II. Als der 1. Weltkrieg seine Wende nahm, wurde  die Familie, zu der noch neun Geschwister gehörten,  in die  Katzbach, einem Landstrich in Schlesien, abgeschoben.  Nach der Schule ging die junge Frau in einen Haushalt auf einem kleinen Schloss als Zofe und als Bedienung in Stellung. Da der Verdienst in der Zeit der Inflation äußerst gering war, suchte sie in der Hauptstadt Berlin eine Beschäftigung. Sie wurde Verkäuferin in einer Bäckerei. Dort lernte sie auch ihren zukünftigen Mann kennen. Im Juni 1936 war Hochzeit in Berlin-Charlottenburg. Die beiden tüchtigen jungen Leute machten eine eigene Bäckerei auf. Dem Paar wurden zwei Söhne geschenkt, die jedoch beide schon verstorben sind. Im Kriegsjahr 1941 ereilte die Familie ein schwerer  Schicksalsschlag, denn ihr Ehemann und der Vater der zwei kleinen Kinder fiel in Russland. Da musste sie die eigene Bäckerei wieder aufgeben, wurde jedoch in einem anderen Fachgeschäft als  Verkäuferin eingestellt, wo sie auch bis ins Rentenalter arbeitete. Mit achtzig Jahren kam sie 1991 nach Haslach zu ihrem Sohn in die Baumeisterstraße, wo sie bis zum Jahr 2010 wohnte. Seit ihrem Sturz mit Oberhalsschenkelbruch vor über einem Jahr ist sie nun Bewohnerin des Schwarzwaldwohnstifts, wo sie sich auch sehr gut aufgehoben und betreut fühlt. Dort wird sie vor allem von ihrer Schwiegertochter Hildegard Glitscher besucht, aber auch ihre drei Enkel und zwei Urenkel kommen öfter zu Besuch. Minna Glitscher darf sich einer zufrieden stellenden geistigen und körperlichen Gesundheit erfreuen.  Gedichte und Liedverse aus ihrer Kindheit und Jugendzeit kann sie heute noch auswendig aufsagen und singen. Sie unterhält sich gerne mit den Leuten, die sie besuchen und nimmt an den Aktivierunsangeboten und den Veranstaltungen wie den monatlichen Kaffenachmittagen im großen Speisesaal  gerne regen Anteil

Für ihrem weiteren Lebensweg hat sie nur einen großen Wunsch:“ Gesundheit und einigermaßen laufen können, dann bin ich schon zufrieden. Noch mehr Wünsche stehen mir wohl nicht mehr zu.“

 
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