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Archivare besichtigen Haslacher Stadtarchiv Drucken E-Mail

Fachgruppe des Historischen Vereins diskutiert Quellenarbeit

[25.04.2012]
Haslach (csa) Am Mittwoch trafen sich 20 ehrenamtliche Archivare aus ganz Mittelbaden in Haslach zur Tagung der „Fachgruppe Archive im Historischen Verein für Mittelbaden“. Kreisarchivar Dr. Cornelius Gorka, der die Fachgruppe leitet, übergab nach einer kurzen Begrüßung durch den Präsidenten des Historischen Vereins, Klaus Kaufmann, an Haslachs Stadtarchivar Manfred Hildenbrand, der seit September 1968 die Haslacher Akten ehrenamtlich betreut.

 

 

 

Haslachs Stadtarchivar Manfred Hildenbrand (vorne) und der Leiter der Fachgruppe, Dr. Cornelius Gorka (zweiter von vorne), luden zur Fachexkursion in das Haslacher Stadtarchiv. Archivare aus ganz Mittelbaden nutzen die Gelegenheit zum fachlichen Austausch.

 

Die Frühzeit im feuchten Stadthallenkeller schilderte er ebenso eindrucksvoll wie die Zeit im Erdgeschoss des Kaufhauses. Hildenbrand gab eine kurze Einführung in Aufbau, Zusammensetzung und Werdegang des Haslacher Archivs, das seit Januar 1997 im Kellergeschoss des Bürgerhauses auf über 200 Quadratmeter die Bestände erschließt: nicht weniger als 680 Regalmeter Archivalien sind dort untergebracht, darunter auch das umfangreichste Zeitungsarchiv der näheren Region. Weit über 4.000 Photographien, um Teil als Glasplattennegative, 85 historische Urkunden und zahlreiche Nachlässe haben dort einen sicheren Platz gefunden. Die Archivalien sind durch drei Findbücher bestens erschlossen. Hildenbrand führte seine Kollegen zunächst durch die Bestände, die anschließende Diskussion brachte großes Lob für die vorbildliche Arbeit des Haslacher Archivars und auch für die sichere Unterbringung im klimagepufferten Raum. Im zweiten Teil der Veranstaltung –die Gruppe war kurzerhand in die Stadtbücherei umgezogen und nahm dort die Lesetreppe in Beschlag- tauschten die Fachleute nach einem Bericht von Sören Fuß und dessen Quellenarbeit zur Geschichte der Haslacher Konzentrationslager und der Stolpersteinaktion eifrig Erfahrungen zum Thema der „Quellen über NS Opfer in Archiven“ aus. Dabei zeigte sich, dass der Umgang mit Zeitzeugen ein nicht weniger kritischer sein muss wie mit Schriftdokumenten. Selbst Gerichtsprotokolle, so konnte Sören Fuß anhand der Akten der Rastatter Nazi-Prozesse eindrucksvoll nachweisen, sind offensichtlich vor interpretatorischen Fehlern nicht frei. Der Historikergemeinplatz, dass einmal in die Welt gesetzte Fehler sich durch Sekundärquellenverwertungen massiv fortpflanzten, wurde von verschiedenen Archivaren mit Beispielen aus deren Arbeitsbereich bestätigt. Der Abend war ein fruchtbarer Gedankenaustausch von Fachleuten und trug dazu bei, das Netzwerk der Historiker in der Region weiter zu festigen.

 
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