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„Werte – Macht – Moral – Ethik – Verantwortung“ Drucken E-Mail

[21.11.2009]
Haslach. (sl) Vorstandsvorsitzende Mathias Wangler begrüßte am 26.10.09 circa 700 interessierte Teilnehmer in der vollbesetzten Stadthalle zu einem Vortrag im Rahmen der bereits traditionellen Herbstveranstaltung.

Veranstaltung der Sparkasse Haslach-Zell
mit dem ehemaligen TV-JournalistenAlexander Niemetz

Wangler erinnerte daran, dass die Sparkasse seit einigen Jahren stets aktuelle Themen aufgreift und diese mit kompetenten Referenten bearbeitet. Bei seiner Eingangsrede spielte der Begriff „Verantwortung“ eine zentrale Rolle. Es gehöre zur Natur der Sparkasse, vor Ort Verantwortung zu übernehmen. Sei es im sozialen Bereich, Kultur und vor allen Dingen der heimischen Wirtschaftsentwicklung. Gerade gegenwärtig engagiere man sich sehr, durch Begleitung der Wirtschaft, Arbeitsplätze zu erhalten. Mit einer provokanten Frage: „Hat die Gier nach Materiellem alles Andere schon so weit verdrängt und was gilt es zu lernen?“ Mit diesen Worten begrüßte Wangler den Referenten zum Thema:   „Werte-Macht-Moral-Ethik“ –Wohin geht unsere Gesellschaft? hätte aktueller und treffender nicht sein können.

Alexander Niemetz zählt  zu den profiliertesten Journalisten und Beratern mit profundem Hintergrundwissen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Seine internationalen Erfahrungen und Kontakte als Chefreporter des ZDF in Nahost wurden in Büchern und Kolumnen veröffentlicht und fließen in seine Vorträge mit ein. Bekannt ist er außerdem für sein Mediencoaching von Spitzenpolitikern und Wirtschaftsführern. Daneben moderiert er Galas oder erklärt Mittelständlern, wo es in der deutschen Politik hakt.
Der Referent ist bekannt für sein klare, nüchterne Analyse sowie seine direkten Worte und blieb auch keine Antworten schuldig. Er analysierte die aktuelle wirtschaftliche Lage und benannte dabei deutlich die sogenannten Sündenböcke  wie Hedgefonds, kriminelle Broker, die mit betrügerischen Finanzstrategien Milliardenschäden verursacht haben. Auch die internationalen Großbanken bekamen dabei ihr Fett ab, so Niemetz. Immer wieder betonte er:

„Nichts ist mehr wie es einmal war! Und es wird auch nicht mehr werden wie es einmal war!“

Dieser Satz zog sich wie ein roter Faden durch den ganzen Vortrag. „Nehmen Sie verehrtes Publikum diesen Satz gerne mit nach Hause, so Niemetz“ .Er ermunterte immer wieder zur Rückbesinnung auf das Leben von alten Werten, wie z.B. Wahrheit, Ehrlichkeit, Disziplin, Verantwortung, Sparsamkeit, Vorsorge usw. und das in jedem Lebensbereich.

Angesichts hoher Gehälter, zusätzlicher Boni Zahlungen und millionenschweren Abfindungen, stellt sich die Frage nach dem Verbleib von Moral und Werten.  So einfach sei es aber nicht. Das Problem sei größer und von genereller Natur. Dies zeige sich auch bei den Opfern. Sie – und das sind große Teile der Gesellschaft hätten schlichtweg Verantwortung abgegeben und sich in der Gier nach Geldvermehrung Spekulanten anvertraut. Jetzt, wo das Kind im Brunnen liegt, rufen alle nach dem rettenden Staat. Wo bleibt da noch die Eigenverantwortung? Aus der sozialen Marktwirtschaft ist ein Sozialstaat geworden, so Niemetz in seiner kritischen Analyse. Der Staat müsse, sich endlich wieder zurückziehen. Unser heutiger Sozialstaat habe mit dem was einst Luwig Erhard unter der sozialen Marktwirtschaft verstand, nichts mehr zu tun. Es könne doch nicht sein, dass so mancher Empfänger von Sozialleistungen Netto mehr in der Tasche habe, als jemand, der täglich an der Maschine steht. Kritisch ging Alexander Niemetz dann auch mit den hohen Abgaben, dem deutschen Steuersystem ins Gericht.  Er empfahl dringend den Blick über die Grenzen zu lenken. So verglich er unser aufgeblähtes System mit den volksnahen Lösungen der Schweiz.

Niemetz forderte, Abgaben und Sozialleistungen des Staates zu reduzieren, dann könnten auch Steuern gesenkt werden. Dies bedinge aber eine neue VERANTWORTUNG mit Eigeninitiative der Bürger einer sogenannten EIGENVERANTWORTUNG. Nach dem rund 1stündigen Vortrag stellte sich der Referent den Fragen der Zuhörer. Dabei fokussierte man sich schnell auf die Frage: Wer kann es richten? Klare Antwort von Niemetz: „Jeder von uns, wir alle. Es beginne mit der Wahrnehmung des Wahlrechtes, der Stimmabgabe und setze sich aber auch im täglichen Leben fort“. An zahlreichen Beispielen macht der Medien-Coach deutlich, wie er sich gelebte Eigenverantwortung vorstellt. Der Wille sei da, es fehle nur noch an der Umsetzung. Es müssen Führungspersönlichkeiten her. Es ist Zeit höchste Zeit, wenn nicht Jetzt wann dann?

Mit diesen Worten beendete Niemetz seinen hoch interessanten und informativen Vortrag.  Anschließend hatten die Besucher die Möglichkeit, an den bereitstehenden runden Tischen sich vom Akkordeonorchester Haslach bewirten zu lassen. Dabei konnten die Gedanken nochmals vertieft werden. Auch Alexander Niemetz mischte sich unter das Publikum und stand für weitere Gespräche zur Verfügung. Am Ende dieses aktuellen Abends gab der Vorstand der Sparkasse bekannt,  dass er die Reihe der Herbstvorträge fortsetzen und wiederum aktuelle Themen belegen werde. Damit wolle man, zur Wahrnehmung von Verantwortung mit beitragen.

Text und Foto: Silvia Lehmann

 
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